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Budapest in Grün — Ökotech 2008

Herr Balázs und sein Team stellten sich der Öffentlichkeit an der grössten Umweltschutz- und kommunalen Ausstellung Ungarns vor. Im Budapester Messezentrum haben zwischen dem 14. und 17. Oktober mehrere Tausend Interessenten die neuesten Errungenschaften der „grünen Welt“ und die Trends des ökologischen Marktes und zwar aus erster Hand kennen lernen können. 178 Aussteller aus 10 Ländern haben nämlich das persönliche Erscheinen an der Veranstaltung für wichtig gehalten.

Für den Müll geht man ins Haus

Eine teurere, aber effektivere Methode der Abfallsammlung wählte einer der Budapester Stadtbezirke. Die Leitung des siebenten Stadtbezirks entschied sich dafür, die Auge und Nase anekelnden Container für selektive Abfallsammlung von den öffentlichen Straßen und Plätzen zu bannen, und diese lieber in die Gemeinschaftshäuser umzusiedeln.

Laut dem Ideenschöpfer sprachen für die Neuerung jene internationalen Ermessungen, laut denen durch die Sammelinsel für getrennt gesammelte Abfälle an den öffentlichen Straßen und Plätzen weniger als 10 Prozent der Bevölkerung des Stadtteils erreicht wird. Diese Zahl liegt vor allem deshalb so niedrig, weil die Leute, bei denen die Absicht für Trennen des Mülls vorhanden ist, oft aus Bequemlichkeitsgründen nicht mehr nach den Müllcontainern auf den Straßen suchen.

Aluminium 2008 - Essen

ALUMINIUM 2008 ist die weltgrößte Plattform für die Aluminiumindustrie und ihre Anwendungsfelder. Seit ihrer Gründung 1997 hat sie sich zur Nummer 1 in der Industrie entwickelt. Die Einzigartigkeit des Aluminiums besteht darin, dass die Messe die gesamte Wertschöpfungskette der Aluminiumindustrie abbildet und somit innovative Lösungen für alle Anwendungsfelder liefert.

 

 

Stilles Fest — 2008 ist das Jahr der Erde

Die Menschheit kann ohne die Erde nicht existieren — im Zeichen dieser ewigen Wahrheit hat die Vereinigten Nationen die Initiative aufgegriffen, die das Jahr 2008 zum Internationalen Jahr des Planeten Erde erklären wollte. Unser Lieblingsplanet, der grob geschätzt vor viereinhalb Milliarden Jahren entstanden ist, hat wohl auch schönere Tage gesehen, und hier meinen wir nicht die Kollision mit dem Asteroid, im Ergebnis deren aus der der Erde entrissenen Materie der Mond entstand. Die wissenschaftliche und populäre Veranstaltungsreihe Jahr der Erde diskutiert nämlich von vornherein die Zukunft. Weltweit könnt ihr euch Gedanken in zehn Themenkreisen machen, was mit dem von der Sonne gerechnet dritten Planeten wird? Nur einige Themenkreise ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Was wird mit den Trinkwasserreserven, mit den Naturressourcen und der Klimaänderung geschehen? Welche Wirkung haben auf die Natur die Riesenstädte, was für eine Zukunft bietet für die Erde das Bevölkerungswachstum? Für das Letztere gibt es schon konkrete Vorhersagen. Demnach können wir in 2050 anstelle der gegenwärtigen 6 Milliarden Menschen 9 Milliarden auf diesem Planeten leben. So viel Menschen kann die Erde angeblich noch versorgen, wie sich aber die Umwelt ändern wird, und was werdet ihr zum Beispiel in eure Fahrzeuge eurem Rentenalter nähernd tanken? Da kann man nämlich wirklich nur raten.

Wurde die Londoner U-Bahn aus Aludosen hergestellt?

Ja, wenn ihr mal in der britischen Hauptstadt seid, solltet ihr euch unbedingt damit brüsten, dass ihr es wisst: auch Aludosen sind in der riesigen U-Bahn zu finden. Freilich sollte man sie nicht in ihrer ursprünglichen Form suchen, weil die Firma, die sie wieder verwertet hatte, sie schon längst zusammengepresst hat. Im Ergebnis der Wiederverwertung wurde aus ihnen nämlich das Belüftungsgebläse der Londoner U-Bahn. In welcher U-Bahnlinie wohl die Dose des zuletzt konsumierten Getränkes wieder „zu leben kommt“, das können wir höchstens tippen.

Sicher wird sie jedoch nur dann wieder verwertet, wenn ihr die leere Dose zuvor in die richtige Mülltonne geworfen habt!

Europa sitzt auf einem Müllhaufen

Der alte Kontinent ist voll von Müll. Stellt euch vor, dass in der EU jährlich fast 2 Milliarden Tonnen fester Müll entsteht. Also jeder Bürger müsste die Lagerung, beziehungsweise die Verwertung von 3,5 Tonnen Müll pro Kopf besorgen. Dem ist es aber nicht so: weniger als 30 Prozent des Mülls wird wieder verwendet. Dieser Durchschnittswert kommt so zustande, dass es Mitgliedstaaten gibt, wo 90 Prozent des Abfalls der Ortschaften auf Müllablageplätzen deponiert wird, in anderen Ländern beträgt dieses Verhältnis nur 10 Prozent. Diese Situation hatte das Europäische Parlament satt, und nahm im Juni dieses Jahres die Richtlinie für Abfallverwertung an. Hinter dem komplizierten Ausdruck stehen harte Vorschriften. Das bedeutet nämlich so viel, dass die Länder der Union bis 2020 erreichen müssen, dass 50 Prozent der Papier-, Eisen- und Glasabfälle wieder verwertet wird. Bei den Bau- und Abrissmüll muss diese Zahl sogar 70 Prozent betragen. Das ist aber noch nicht alles für die Mitgliedsstaaten: innerhalb von fünf Jahren haben sie zwingend einen Abfallmanagementplan und Programme für das Vorbeugen von Abfällen zu schaffen, damit dieser Müllberg, auf dem wir schon jetzt sitzen, nicht noch höher wird...

Das Dach der Welt wird gekehrt

Vielleicht klingt es aufs Erste unglaublich, es ist aber wahr: es gibt grosses Durcheinander auf dem Mount Everest. Auf den höchsten Punkt der Welt haben die Eroberer der 8850 Meter hohen Bergspitze laut Vorschrift der Behörden nicht nur Klettausrüstung, Schlafsack und kalte/warme Speisen, sondern auch Müllsäcke mitzunehmen. Früher hat sich keiner der Sportsleute damit befasst, so ist das möglich, dass die an den Hängen des Berges geschaffenen, beliebten Lagerplätze durch verworfene Konservendosen, entleerte Sauerstoffflaschen und durch sonstige Ausrüstungsgeräte „verziert“ sind. Übrigens wurde eine ähnliche Regelung auch in den Polargebieten eingeführt, die in den letzten Jahren ebenfalls durch immer mehr Müll verunreinigt worden sind. Also heisst der Grundsatz: wer zur Eroberung der Natur loszieht, soll auch auf deren Schutz denken!

Das Aluminium hat das Gold besiegt!

Schätzt mal, wann der erste Aluminiumklotz hergestellt werden konnte? Wer auf das 20. Jahrhundert getippt hat, hat weit gefehlt! Das Aluminium wurde vor über 150 Jahren, in 1854 durch einen Pariser Ingenieur hergestellt. Übrigens war der erste Gegenstand, was er aus Aluminium hergestellt hatte, eine Kinderklapper, die er Kaiser Napoleon, dem III. überreicht hatte. Dafür wurde er damals sehr gut bezahlt, erhielt 65 Tausend Franken, was heute einem Lotto-Hauptgewinn gleichkommen würde. Freilich hat man nicht ohne Grund so viel für das erste bearbeitete Aluminiumstück angeboten. Von diesem Metall dachte man nämlich, mit ihm das Silber ersetzen zu können. Übrigens war das Aluminium anfangs so teuer, dass sein Wert sogar das vom Gold übertroffen hatte!